Staudamm

Imposantes Bauwerk

Staudamm Göscheneralp
Staudamm Göscheneralp
Messpfeiler für die periodischen Messungen
Messpfeiler für die periodischen Messungen

Energiespeicher ist der 1'800 Meter hoch gelegene Göscheneralpsee mit 75 Millionen Kubikmeter Wasserinhalt. Der See wird durch einen bepflanzten Erddamm von 155 Metern Höhe und 540 Metern Länge gestaut. An seiner Basis ist der Damm 700 Meter breit. Insgesamt wurden 9,3 Millionen Kubikmeter Material eingebaut.

Der Kern des Damms besteht aus Opalinuston aus dem Jura. Für die Filterschichten und Übergangszonen wurde Gestein aus der nahen Umgebung der Baustelle aufbereitet. Auf der Wasser- und Luftseite wurde anschliessend ein voluminöser Stützkörper aus lokalem Gestein aufgeschüttet.

Hochwasserentlastung

Hochwasserentlastung
Hochwasserentlastung

Zum Schutz gegen Hochwasser befindet sich am nördlichen Seeufer eine Entlastungsanlage. Sie besteht aus einer festen Überfallkante mit seitlichem Sammelkanal und anschliessendem Stollen.

Zugang in den Staudamm

Stollenbahn zum Grundablass
Stollenbahn zum Grundablass
Injektionsstollen zur Drosselklappe
Injektionsstollen zur Drosselklappe

Ins Innere des Staudamms gelangt man durch das Windenhaus, das auf einer Höhe von 1'745 Metern liegt. Mit der Stollenbahn erreicht man die Grundablasskammer, von der aus ein Injektionsstollen bis zur Drosselklappenkammer führt. Die Kontrollgänge durch diese Anlagen werden von Mitarbeitern der Zentrale Göschenen ausgeführt.

Grundablass

Grundablasstafelschütze
Grundablasstafelschütze

Vom Windenhaus führt eine Standseilbahn durch den Schrägschacht hinunter in die Grundablasskammer. Dort sind zwei in Serie angelegte Tafelschützen auf einer Höhe von 1'645 Meter eingebaut. Sie wurden für die Entleerung des Stausees gebaut. Durch diesen Grundablass lässt sich eine maximale Wassermenge von insgesamt 100 Kubikmetern pro Sekunde ablassen.

Drosselklappen

Drosselklappen dienen als Absperrorgan
Drosselklappen dienen als Absperrorgan

Von der Grundablasskammer gelangt man durch einen Injektionsstollen quer durch das Damminnere zur Drosselklappenkammer. Dort befinden sich zwei grosse hintereinander montierte Drosselklappen. Sie sind das Absperrorgan des Druckstollens. Die Anlagen werden periodisch kontrolliert und geprüft. Sie unterstehen dem Bundesamt für Energie. Es existiert eigens ein schweizerisches Talsperrenkomitee.

Projekt Dammerhöhung wird nicht weiterverfolgt

So hätte der um 8 Meter erhöhte Damm in der Göscheneralp ausgesehen (Fotomontage).
So hätte der um 8 Meter erhöhte Damm in der Göscheneralp ausgesehen (Fotomontage).

Mit einer Erhöhung des Staudamms in der Göscheneralp um acht Meter hätten sich im Sommer zusätzliche Wassermengen zurückhalten lassen: für die bedarfsrechte Produktion bei Lastspitzen oder im Herbst und Winter. Nach intensiven Verhandlungen konnten sich die Verhandlungspartner aufgrund unterschiedlicher Beurteilungen der Wirtschaftlichkeit des Projekts nicht einigen. Deshalb wurde im Juli 2011 entschlossen, das Projekt nicht weiter zuverfolgen.

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