Projekt Dammerhöhung wird nicht weiterverfolgt

Projektziel: verbesserte Nutzung

Bisheriges (grau) und innerhalb des Projekts geplantes Seeniveau (blau): Mehr Stauvolumen hätte eine bedarfsgerechtere Stromproduktion ermöglicht (Fotomontage).
Bisheriges (grau) und neues (blau) Seeniveau: Mehr Stauvolumen ermöglicht eine bedarfsgerechtere Stromproduktion (Fotomontage).

Die Wasserkraft ist eine der wichtigsten heimischen Ressourcen in Uri. Ihre Nutzung lässt sich noch verbessern. Darum wollte die Kraftwerk Göschenen AG den Staudamm in der Göscheneralp um acht Meter erhöhen. Der Stauinhalt wäre damit um 11,6 Millionen Kubikmeter oder rund 15 Prozent gestiegen. Damit hätten sich im Sommer zusätzliche Wassermengen zurückhalten lassen: für die bedarfsgerechte Produktion bei Lastspitzen oder im Herbst und Winter. Nach intensiven Verhandlungen konnten sich die Verhandlungspartner - die Kraftwerke Göschenen AG (KWG), der Kanton Uri und die Korporation Uri - aufgrund unterschiedlicher Beurteilungen der Wirtschaftlichkeit des Projekts nicht auf eine Staudammerhöhung einigen. Deshalb wurde im Juli 2011 entschlossen, das Projekt nicht weiterzuverfolgen.

Umwelt: minimale Eingriffe

So hätte der um 8 Meter erhöhte Damm in der Göscheneralp ausgesehen (Fotomontage).
So könnte der um 8 Meter erhöhte Damm in der Göscheneralp dereinst aussehen (Fotomontage).

Erste Schätzungen der Gesamtkosten für das Projekt ergaben rund 24 Millionen Franken (ohne zusätzliche Auflagen). Da die Dammerhöhung nur eine Modifikation eines längst etablierten und erschlossenen Werks gewesen wäre, wäre der Eingriff in die Umwelt minimal geblieben.

Chronologie des Projekts

Frühjahr 2009: Der Verwaltungsrat der Kraftwerk Göschenen AG spricht einen Kredit von 1,6 Millionen Franken für die Planung der Dammerhöhung.

Juni 2010: Die neu geschaffene Begleitgruppe Gwüest betreut die Bewohner des Dorfes Gwüest während des Bauprojekts.  In einer ersten Informationsveranstaltung informierte die Geschäftsleitung des KWG die Dorfbewohner  persönlich über das anstehenden Bauprojekt, den Projektfortschritt und die Umweltverträglichkeitsprüfung. Auch ökologische und Sicherheitsmassnahmen wurden gemeinsam definiert.

August 2010: Nach der erfolgreichen Durchführung des Mitwirkungsverfahrens und verschiedener Informationsveranstaltungen heisst der Urner Regierungsrat die Richtplananpassung und die Umweltverträglichkeitsprüfung im Konzessionsverfahren gut  - zwei wegweisende Entscheide im Hinblick auf die Realisierung der Staudammerhöhung. Auch auf die Einsprachen zweier Umweltverbände hin konnte unter Auflage diverser Ersatz-, Ausgleichs- und Rekultivierungsmassnahmen eine Einigung zwischen den Parteien erzielt werden – gemäss Kanton Uri für sämtliche Beteiligten eine Win-Win-Situation.

September 2010: Die geplante Staudammerhöhung macht eine Zonenplanänderung in der Gemeinde Göschenen notwendig. Die Baueingabe für das Baubewilligungsverfahren des Bauwerks bei der Gemeinde findet ohne Einsprachen statt, die Umweltverträglichkeit wird in Folge dessen ein zweites Mal geprüft.

Oktober 2010: Die Göschener Gemeindeversammlung nimmt die Zonenplananpassung einstimmig an.

Dezember 2010: Der Urner Regierungsrat genehmigt die Änderung im Zonenplan der Gemeinde Göschenen, was den Start des Baubewilligungsverfahrens ermöglicht.

Februar 2011: Die Kraftwerk Göschenen AG hat für die geplante Dammerhöhung in der Göscheneralp die Baubewilligung von der Baukommission Urner Oberland erhalten.

Juli 2011: Der Staudamm in der Göscheneralp wird nicht erhöht. Nach intensiven, dreimonatigen Nachverhandlungen konnten sich die Verhandlungspartner – die Kraftwerke Göschenen AG (KWG), der Kanton Uri und die Korporation Uri – aufgrund unterschiedlicher Beurteilungen der Wirtschaftlichkeit des Projektes nicht auf eine Staudammerhöhung einigen.

Kontakt

Kraftwerk Göschenen AG
Remo Infanger
Leiter Betriebs- und Geschäftsführung
Täschmattstrasse 4
6015 Luzern

Tel. 041 249 58 34
Fax 041 249 59 30
E-Mail remo.infanger(at)ckw.ch

Downloads

Startet das Herunterladen der DateiKeine Erhöhung des Staudamms in der Göscheneralp (pdf, 108 kb)
Medienmitteilung vom 06. Juli 2011

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Medienmitteilung vom 24. März 2011

Startet das Herunterladen der DateiStaudammerhöhung nimmt die erste Hürde (pdf, 24 kb)
Medienmitteiung des Kanton Uri vom 24. August 2010

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Präsentation zum Projekt Dammerhöhung vom 25. Februar 2010

Startet das Herunterladen der DateiDammerhöhung Göscheneralp (pdf, 0.9 mb)
Information über die Teilrevision des Zonenplans von Göschenen

Startet das Herunterladen der DateiProjekt Dammerhöhung ist auf Kurs (pdf, 34 kb)
Medienmitteilung vom 4. Dezember 2009