Geschichte

Der Beginn

Die Göscheneralp vor dem Kraftwerksbau
Die Göscheneralp vor dem Kraftwerksbau
Bau des Staudamms
Bau des Staudamms

Im Jahr 1907 genehmigte der Landrat des Kantons Uri einen Konzessionsvertrag mit der damaligen Gotthardbahn-Gesellschaft. Der Vertrag sicherte der Gesellschaft beziehungsweise ihrer Nachfolgerin, den SBB, für die Dauer von fünfzig Jahren die Ausnutzung der Wasserkräfte der Reuss (vom Urnerloch bis Amsteg) sowie der Zuflüsse Meienreuss, Fellibach und Kerstelenbach zu. 1929 wurde der Vertrag bis zum Jahre 2008 verlängert. 1944 gaben die SBB das Ausnützungsrecht der Gefällstufe Göschenen–Wassen an CKW weiter. Gleichzeitig erhielt CKW die Bewilligung zur Ausnutzung der Göscheneralp- und Voralpreuss. Der betreffende Konzessionsvertrag gilt bis 2043. Gleichzeitig begann man mit dem Bau der 11 Kilometer langen Zufahrtsstrasse in die Göscheneralp. Von 1952 bis 1955 erfolgten boden­mechanische Untersuchungen.

In den Jahren 1950/1951 wurden im Gebiete des Staudamms und im Talboden umfangreiche Sondierungen ausgeführt. Sie dienten dazu, die Felslage in der Göscheneralp festzustellen und Aufschluss über die Zusammensetzung des Materials im Boden zu geben. 1952 richteten CKW und die SBB an den Regierungsrat des Kantons Uri das Gesuch um Ausdehnung der Konzession auf neue Gefällstufen unter Einbezug der Gewässer des hinteren Urserntals und der Erstellung eines Akkumullierbeckens in der Göscheneralp.

Kraftwerk geht in Betrieb

Kaverne beim Ausbau
Kaverne beim Ausbau

Im Jahre 1955 wurden die Bauarbeiten für das Kraftwerk selbst in Angriff genommen. 1961 und 1962 gingen die Anlagen sukzessive in Betrieb. Die Projektierung und die Bauleitung des Kraftwerkbaus lagen in den Händen der Elektrowatt. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 300 Millionen Franken. 9 Millionen Franken entfielen auf die Erstellung des Damms, 50 Millionen auf die Übertragungsleitung.