Projekt Dammerhöhung ist auf Kurs

04.01.2010 / Dammerhöhung

Die bedarfsgerechte Nutzung der Wasserkraft im Kanton Uri lässt sich noch verbessern. Darum möchte die Kraftwerk Göschenen AG den Staudamm in der Göscheneralp um acht Meter erhöhen. Wenn alles optimal läuft, könnte das Projekt Ende 2013 fertig gestellt sein.

So könnte der neue Damm aussehen (Fotomontage)

So könnte der neue Damm aussehen (Fotomontage)

Kombinierte Wasserlinie

Kombinierte Wasserlinie

Die Versorgung der Schweiz mit Elektrizität soll auch in Zukunft durch eine möglichst umweltschonende Produktion erfolgen. Als heimische Ressource im Vordergrund steht hier die Wasserkraft. Sie hat noch Potenzial in Uri, namentlich in der Göscheneralp. Im Verhältnis zur Jahresproduktion ist der dortige Stausee relativ klein. Mit einer Vergrösserung des Volumens liessen sich im Sommer zusätzliche Wassermengen zurückhalten: für die bedarfsgerechte Produktion im Herbst und Winter. Darum hat der Verwaltungsrat der Kraftwerk Göschenen AG (KWG) im Frühjahr einen Kredit von 1,6 Mio. Franken für die Planung einer Dammerhöhung gesprochen. Vorgesehen ist eine Erhöhung um rund acht Meter. Der Stauinhalt stiege damit um 11,6 Mio. Kubikmeter oder rund 15 Prozent.

Breite Abstützung
Inzwischen sind die Planungsarbeiten fortgeschritten. Eine Anpassung der Konzession wird nicht nötig sein, denn die bestehende Konzession aus dem Jahr 1954 räumt der KWG das Recht ein, den Damm um zirka zehn Meter zu erhöhen. Notwendig sind indes eine Anpassung des Richtplans sowie eine Nutzungsplanung. Die Arbeiten dafür wurden bereits eingeleitet. Im Detail geprüft wird jetzt zudem die Umweltverträglichkeit des Projekts. Da die Dammerhöhung nur eine Modifikation eines längst etablierten und erschlossenen Werks ist, bleibt der Eingriff in die Umwelt – verglichen mit dem Bau eines neuen Kraftwerks – minimal. Um angemessene und geeignete Ersatzmassnahmen zu finden, steht die KWG in engem Kontakt mit dem Amt für Umweltschutz des Kantons Uri, und auch die Umweltverbände sind in die Projektplanung integriert.

Positive Nebeneffekte
Die Planung dauert voraussichtlich noch bis in den Herbst 2010. Verlaufen sie und das anschliessende Baubewilligungsverfahren positiv, so könnten die Bauarbeiten bereits im Mai 2011 beginnen. Sie würden bis Ende 2013 dauern. Die Gesamtkosten betragen voraussichtlich 24 Mio. Franken. Aufgrund der zu erwartenden Aufträge würde auch das Urner Gewerbe vom Projekt profitieren. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist die Verbesserung des Hochwasserschutzes im Urner Reusstal, denn das grössere Staubecken wird bei Hochwassergefahr mehr Wasser zurückhalten können. Alles in allem ist das Projekt eine nachhaltige Investition in den Energiekanton Uri.

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Kraftwerk Göschenen AG
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Tel. 0800 259 259
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Medienmitteilung vom 4. Dezember 2009

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Präsentation zum Projekt Dammerhöhung vom 25. Februar 2010

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Information über die Teilrevision des Zonenplans von Göschenen