Optimierung der Wasserkraft: Dammerhöhung beim Göscheneralpsee geplant

26.03.2009 / Dammerhöhung

Um einheimische erneuerbare Energie effizienter und bedarfsgerechter zu nutzen, hat der Verwaltungsrat der Kraftwerk Göschenen AG (KWG) einen Kredit von 1,6 Mio. CHF für die Planung einer Staudammerhöhung gesprochen.

In einer ersten Phase werden die Arbeiten bis zur Baueingabe geplant. Vorgesehen ist eine Erhöhung des Staudamms um rund acht Meter. Mit einem grösseren Wasserspeicher kann das KWG den Strom bedarfsgerechter und effizienter produzieren. Die Zuflüsse durch die Schneeschmelze lassen im Frühsommer den Wasserspiegel stark ansteigen. Dadurch werden die Kraftwerksbetreiber gezwungen, das Wasser auch nachts und an den Wochenenden zur Stromproduktion zu nutzen, obwohl die Nachfrage in diesen Zeiten geringer ist. Mit einem grösseren Speicher können zusätzliche Wassermengen zurückgehalten und gezielter – in zuflussärmeren Jahreszeiten wie Herbst und Winter – für den erhöhten Strombedarf genutzt werden. Die geplante Dammerhöhung hilft, die Energieversorgung langfristig effizient zu sichern. Der Stauinhalt steigt von 75 Mio. m³ um 11,6 Mio. m³ (plus 15 Prozent). Zudem kann das Kraftwerk Göschenen jährlich Strom für rund 350 Haushalte zusätzlich (1,8 Mio. kWh) produzieren.

Die Planungsarbeiten dauern voraussichtlich bis in den Herbst 2010. Verlaufen diese und das anschliessende Baubewilligungsverfahren positiv, so rechnet die Kraftwerk Göschenen AG mit einem möglichen Baubeginn im Mai 2011. Die notwendigen Arbeiten würden bis Ende 2013 dauern. Die Gesamtkosten für die Dammerhöhung betragen voraussichtlich 24 Mio. CHF. Alle betroffenen Stellen des Kantons, die Exekutive Uri, die Gemeinde Göschenen und die Umweltverbände sind über das Vorhaben informiert.

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